Bezirksfachtag 2017: Neuwahlen & Berichte des Vorstands

Am Dienstag, den 11.07.2017 fanden der ordentliche Jugend-Bezirksfachtag und der ordentliche Bezirksfachtag des TT-Bezirks Tauberbischofsheim statt. Dabei standen neben Berichten auch die Entlastung des bisherigen Vorstandes und Neuwahlen auf dem Progamm. Lediglich Günter Veith und Wolfgang Appel legten aus persönlichen und zeitlichen Gründen ihre langjährige Jugendwart-Tätigkeiten nieder, der restliche Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.


Ausführlicher Bericht vom Jugend-Bezirksfachtag 2017

Der ordentliche Jugend-Bezirksfachtag im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim fand am frühen Dienstagabend im Sportheim des TSV Tauberbischofsheim statt. Rückblicke, Ausblick und Diskussion ergänzten sich zu einer harmonisch verlaufenen Versammlung. Jugendwarte sind nun Marcel Münkel (Spielbetrieb), Achim Ansmann (Bezirksrangliste) und Frank Schwager (Vertretung Verbandsebene).

Jugendwart Günter Veith berichtete über den Spielbetrieb. Dieser sei völlig problemfrei verlaufen. In der Kreisliga Jugend (acht Mannschaften) habe die SG Niklashausen/Dörlesberg II die Meisterschaft errungen vor TSV Tauberbischofsheim I und ETSV Lauda II. In der Kreisliga Schüler (sechs Mannschaften) sei der FC Külsheim I Meister geworden vor und TTC Bobstadt I.

In der Bezirksklasse Ost der Schülerinnen, so Veith, sei der TSV Assamstadt als einziger Vertreter des Bezirks angetreten, gleiches gelte für ETSV Lauda I in der Jugend Bezirksklasse Ost. Schließlich habe die SG Niklashausen/Dörlesberg I Rang acht in der Jugend Verbandsliga belegt. Veith bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Vereinen als reibungslos („wunderbar gemacht“), er dankte für die Zusammenarbeit und kündigte an, nach zehn Jahren nicht mehr zur Wahl zu stehen.

Frank Schwager unterrichtete über die Abläufe im Pokalgeschehen, welches er als „unproblematisch und fair“ kennzeichnete. Beim Bezirkspokal seien die SG Niklashausen/Dörlesberg bei den Jungen und der FC Külsheim bei den Schülern erfolgreich gewesen. Im Tauberpokal, so Schwager, hätten bei der Jugend TSV Tauberbischofsheim I und bei den Schülern ETSV Lauda I gewonnen.

Veith berichtete über den Sachstand zur neuen Runde 2017/18. Auf Grund der Schwierigkeiten, im Jugendbereich einen Spielbetrieb durchzuführen, habe man Kontakt zum Bezirk Buchen, wo es ähnliche Probleme gebe. Daraus sei eine Kooperation entstanden, welche zur regulären Staffel „Jugend Bezirksklasse TBB/BCH“ geführt habe. Im Bereich der Schüler spielten künftig sechs Mannschaften in der Kreisliga Tauberbischofsheim.

Die Versammlung diskutierte die Chancen des „Braunschweiger Systems“, welches bei Verbandsspielen ermögliche, auch mit weniger Leuten als ursprünglich angedacht spielen zu können. Dies solle nun zügig kommuniziert werden, eventuell fänden sich durch dieses praktikable System ja spontane Nachmeldungen von Teams. Veith verwies darauf, dass es auch bei anderen Sportarten ähnliche Gedanken gebe.

Christian Behringer, Leiter der Bezirksfördergruppe, informierte über überregionale Erfolge im Jugendbereich. Er warb darum, dass in den Vereinen weiter gut gearbeitet werde. Die Entlastung der Verantwortungsträger erfolgte einstimmig. Günter Veith und Wolfgang Appel hörten nach jeweils langer Amtszeit als Jugendwarte auf. An der Spitze des Jugendbereichs im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim stehen ab sofort Marcel Münkel (Spielbetrieb), Achim Ansmann (Bezirksrangliste) und Frank Schwager (Vertretung Verbandsebene).


Ausführlicher Bericht vom Bezirksfachtag 2017

Vertreter von 20 Vereinen des Tischtennisbezirks Tauberbischofsheim trafen sich am Dienstagabend im Sportheim des TSV Tauberbischofsheim zum alle zwei Jahre stattfindenden Bezirksfachtag, ein Verein fehlte. Die Berichte gaben reichlich Aufschluss über die Geschehnisse. Die Wahlen bestätigten die Amtsinhaber, Thomas Henninger bleibt als Bezirksfachwart an der Spitze der Verantwortungsträger.

Der Bezirksfachwart überbrachte eingangs auch die Grüße des Verbandes. Dieser habe eigentlich einen Vertreter schicken wollen, um den momentanen Stand der Überlegungen zur angedachten Fusion der Verbände Baden, Südbaden und Württemberg-Hohenzollern mitzuteilen. Jedoch gebe es zeitgleich eine entsprechende Sitzung. Henninger betonte, natürlich wolle man hierzulande wissen, welche Auswirkungen eine solche Fusion für den Bezirk habe.

Die Versammlung gedachte gemeinsam ihrer verstorbenen Sportkolleginnen und –kollegen. Der Bezirksfachwart sagte in seinem Bericht, seit dem letzten Fachtag im September 2015 habe sich auch die Vorstandschaft des Bezirks nicht langweilen müssen. Außerhalb des sportlichen Bereichs sei die Überarbeitung der Homepage abgeschlossen, auch die Präsenz auf einem bekannten sozialen Netzwerk habe sich etabliert.

In einer schnelllebigen Zeit gebe es im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim die gleichen Wandlungen wie in anderen Bezirken und Sportarten auch, so Henninger. Ein weiterer Meilenstein sei die Wiedereinführung der Bezirksfördergruppe unter der Leitung von Christian Behringer. Die Zahl der Teilnehmer sei wohl begrenzt, jedoch durchlässig. Die Gruppe bilde eine Ergänzung zum Training in den Heimatvereinen, die Finanzierung stehe auf sehr soliden Füßen auch auf Grund einer Förderung durch den Badischen Tischtennisverband.

Der Bezirksfachwart unterstrich, durch die erfolgte zeitliche Zusammenlegung der beiden Fachtage sowohl zu Zeitersparnis wie auch zu Mehrwissen bei den Vereinen und einer weiteren Verbesserung der Kommunikation. Henninger ging ausführlich auf die angedachte Fusion der drei Verbände ein [gesonderter Bericht] und dankte seinen Bericht abschließend allen für den geleisteten Einsatz „für unseren Tischtennissport“.

Bezirkssportwart Josef Arnold fasste zusammen, zum Ablauf der Verbandsrunde gebe es keine Beanstandungen. Erfreulich sei auch das überregionale Abschneiden von Teams wie jenes vom SV Niklashausen I als guter Fünfter in der Badenliga, Rang drei des FC Külsheim I in der Bezirksliga Ost oder der Aufstieg des TSV Assamstadt I in die Bezirksliga. Darüber hinaus seien beim Nachwuchs schöne Erfolge in Einzelwettbewerben zu vermelden wie Platz drei von Lucia Behringer (FC Dörlesberg) beim DTTB-Talentcup oder den dritten Platz von Maurice Anderlik (FC Dörlesberg) bei den Badischen Meisterschaften der U18.

Arnold benannte die Sieger im Bezirkspokal mit FC Külsheim I (B-Pokal) und FC Gissigheim I (C-Pokal) sowie jene im klasseninternen Tauberpokal: FC Külsheim I (Bezirksebene), ETSV Lauda II (Kreisliga), TTV Oberlauda I (Kreisklasse A), SV Nassig II (Kreisklasse B), SC Grünenwört II (Kreisklassen C/D) und TTC Bobstadt (Damen). Urkunden gab es vom Bezirkssportwart für die Meister TSV Assamstadt I (Bezirksklasse TBB/BCH), SV Dertingen I (Kreisliga Herren), TTV Oberlauda I (Kreisklasse A Herren), SV Nassig II (Kreisklasse B Herren), SC Grünenwört II (Kreisklassen C Herren), SG Niklashausen/Dörlesberg II (Kreisliga Jungen) und FC Külsheim I (Kreisliga Schüler).

Arnold bedauerte, dass die Bezirksrangliste der Herren leider äußerst schwach besetzt gewesen sei und appellierte an die Vereine hinsichtlich regerer Teilnahme. Zur neuen Saison 2017/18 sagte der Bezirkssportwart, die Anzahl der Mannschaften im Herrenbereich sei mit dem ETSV Lauda IV um eine auf 48 gestiegen.

Da einige Vereine Vierermannschaften gemeldet haben, so Arnold, diese jedoch zu wenige für eine D-Klasse ergäben, würde man diese zusammen mit der C-Klasse spielen lassen. Dies sei schon in der abgelaufenen Runde individuell gehandhabt worden, „hat geklappt“. Überregional spielten 2017/18 SV Niklashausen I in der Badenliga sowie TSV Assamstadt I, FC Külsheim I, SV Niklashausen II und TSV Tauberbischofsheim I in der Bezirksliga Ost. Der Gesamtstaffeltag ist Anfang September, die Bezirksmeisterschaften werden am Wochenende 11./12. November in Lauda sein.

Der Bezirkssportwart würdigte die Spielklassenleiter und Pokalspielleiter für deren guten Job. Günter Veith als Vorsitzender des Rechtsausschusses hatte über „keine Aktivität“ zu berichten, „wir regeln unsere Dinge auf Gesprächsebene“. Schiedsrichterobfrau Katharina Göller betonte, die Einsätze im Schiedsrichterwesen seien allesamt gelungen, und bedankte sich bei jenen, die sich dort eingebracht hatten.

Christoph Muhr berichtete, die Homepage des Tischtennisbezirks sei auf aktuellem Stand. Das Layout werde demnächst verändert, Sicherheitsaspekte auf neuesten Stand gebracht. Für den entschuldigten Bezirkskassenwart Roland Hörner verlas Henninger dessen Bericht. Paul Treu, er hatte die Kasse mit Johannes Sieron geprüft, bescheinigte „eine ordnungsgemäße Kassenführung“. Die Entlastung der gesamten Vorstandschaft des Tischtennisbezirks erfolgte einstimmig.

Die Neuwahlen bestätigten alle Funktionsträger einstimmig: Bezirksfachwart Thomas Henninger, stellvertretender Bezirksfachwart Reinhold Schulte, Kassenwart Roland Hörner, Sportwart Josef Arnold, Pressewart Heinz Eger, Aktivensprecher Helmut Denninger, Schiedsrichterobfrau Katharina Göller sowie Günter Veith, Arnold Seubert, Karlheinz Henninger als Trio im Rechtsausschuss. Die Versammlung bestätigte auch die Jugendwarte Marcel Münkel, Achim Ansmann und Frank Schwager.

Der Bezirksfachwart dankte den ausscheidenden Jugendwarten Günter Veith und Wolfgang Appel für deren Einsatz und überreichte Präsente. Die anschließende Diskussion unter den Fachleuten der Vereine ergab, die Änderungen in der Wettspielordnung speziell am Staffeltag anzusprechen. Man tauschte intensiv Gedanken aus über die gegenwärtige und zukünftige Ausrichtung innerhalb des Bezirks und darüber hinaus.


Informationen zur geplanten Fusion „Tischtennis Baden-Württemberg“

Ein fleißig diskutiertes Thema beim Bezirksfachtag 2017 des Tischtennisbezirkes Tauberbischofsheim am Dienstag war die in wenigen Jahren angedachte Fusion der Tischtennisverbände Baden, Südbaden und Württemberg-Hohenzollern. Bezirksfachwart Thomas Henninger informierte ausführlich aus den Sitzungen des erweiterten Vorstandes des Badischen Tischtennisverbandes.

Ein erster Anlauf zu einer solchen Fusion, so Henninger, sei 1985 schlecht vorbereitete gewesen und krachend baden gegangen. Er unterstrich das Mitspracherecht der Vereine, eine Fusion dürfe nicht von oben herab delegiert werden. Seit Jahren schon existiere eine „Arbeitsgemeinschaft BaWü“, welche mit Erfolg im Jugend- und im Seniorenbereich gemeinsame Aufgaben erledige. Es liege nahe, dies auch im Damen- und im Herrenbereich zu tun und eine Fusion voran zu treiben. Entsprechende Arbeitskreise begännen mit ihrer Arbeit.

Ein Lenkungsausschuss, bestätigte der Bezirksfachwart, habe bereits Richtungsentscheidungen gefällt. So verblieben die Bezirkskassen, das entsprechende Vermögen bei den Bezirken. Beiträge und Gebühren würden auf einen einheitlichen Stand geführt. Der geplante, zukünftige Verband Baden-Württemberg solle in die sechs Regionen Baden, Südbaden, Württemberg I, Württemberg II, Württemberg III und Württemberg IV aufgeteilt werden.

Die Stimmberechtigung werde sich wie bisher nach der Anzahl der Vereine richten. In den sechs Regionen werde keine Finanz- und keine Verwaltungsebene integriert, lediglich solche für Sport und Jugend. Vor der Fusion sei keine Struktur-Reform vorgesehen. Nach einem möglichen Zusammenschluss soll gemeinsam mit den Vereinen und Bezirken erörtert werden, inwieweit eine Strukturreform sinnvoll sei. Henninger sagte, als oberstes Entscheidungsgremium werde ein TT-Landtag als Mitgliederversammlung fungieren, bei dem die Vereine durch Delegierte aus ihrem Bezirk vertreten würden.

Der Bezirksfachwart meinte, zum Verbandstag 2018 im Badischen Tischtennisverband würde wohl noch nichts entschieden, es sehe also so aus, als gäbe es einen außerordentlichen Verbandstag im Jahr 2019. Henninger sah manche für den Bezirk wichtige Fragen als wohl erkannt und diskutiert, aber noch nicht abschließend beantwortet, und fasste die momentane Situation so zusammen: §ES bleibt spannend!“


 

Texte & Bilder: Hans-Peter Wagner